Ein Birdie am 18. Loch hat dem neuseeländischen Golfprofi Ryan Fox den größten Erfolg seiner Laufbahn gebracht: Der 39-Jährige gewann in Southport die 154. British Open und damit seinen ersten Major-Titel.

Fox beendete die vier Runden im Royal Birkdale Golf Club mit 270 Schlägen – zehn unter Par und einen Schlag vor dem US-Amerikaner Cameron Young (271). Dritter wurde dessen Landsmann Sam Burns (272). Für Southports Lokalmatador Tommy Fleetwood blieb der ersehnte erste Major-Sieg erneut aus: Der 35-jährige Engländer teilte sich mit Titelverteidiger und Weltranglistenerstem Scottie Scheffler bei 273 Schlägen den vierten Rang. Rory McIlroy kam auf einen geteilten 40. Platz (279).

Eine Rekordrunde als Wendepunkt

Vor dem Wochenende war Fox nicht als Titelanwärter gehandelt worden. Das änderte sich am Samstag, als er früh auf die Runde ging und die Hälfte aller Löcher mit einem Birdie abschloss – eine 62 und damit acht Schläge unter Par. Es ist der niedrigste Wert, der in 154 Austragungen der Open je gespielt wurde. Kurios: Fox war bereits der dritte Spieler in dieser Woche in Birkdale, dem das gelang, nachdem tags zuvor Lucas Herbert und wenig später Sam Burns ebenfalls eine 62 notiert hatten.

Der Platz zeigte sich dabei ungewöhnlich verwundbar: bedeckter Himmel, kaum Wind bis zu den Schlusslöchern. "Wenn man morgens draußen ist und der Wind hier unten ist, steht man fast unter dem Druck, ein Ergebnis abzuliefern", sagte Fox. Am letzten Abschlag habe er sogar an eine 61 gedacht – dann landete sein Drive im Bunker.

Am Sonntag reichte ihm eine 68, um den Vorsprung ins Ziel zu bringen. Für den Sieg erhielt Fox die Claret Jug, die ikonische Siegertrophäe des ältesten Major-Turniers der Welt, sowie ein Preisgeld von 3,2 Millionen US-Dollar (rund 2,8 Millionen Euro) aus einem Gesamtpreisgeld von 17,75 Millionen Dollar.

Die beiden deutschen Teilnehmer spielten nicht um den Titel mit: Der 21 Jahre alte Amateur Tim Wiedemeyer und der 22-jährige Tiger Christensen scheiterten bereits nach zwei Runden deutlich am Cut.