Michael Jung ist zum zweiten Mal Weltmeister in der Vielseitigkeit. Der 44-Jährige gewann den Titel am 16. August bei den Weltmeisterschaften in Aachen auf seinem Hengst Chipmunk. Im abschließenden Springen blieb er fehlerfrei und verteidigte seinen knappen Vorsprung aus dem Gelände. Mit 23,0 Minuspunkten setzte er sich vor den Britinnen Rosalind Canter und Laura Collett durch, berichtet das ZDF.
Für den viermaligen Olympiasieger ist es der erste WM-Einzeltitel seit 16 Jahren. Bei der WM 2022 in Pratoni del Vivaro hatte Jung mit Chipmunk vor dem Schlusstag ebenfalls geführt. Damals kostete ein Fehler am letzten Hindernis den Sieg.
Der Titel steht für eine breite Bilanz des Gastgeberlands. Der offizielle Medaillenspiegel der WM weist für Deutschland 15 Medaillen aus: sechs goldene, drei silberne und sechs bronzene. Großbritannien folgt mit zehn Medaillen, Frankreich mit vier.
Die Voltigierer legen das Fundament
Den größten Anteil daran haben nach Angaben der Sportschau die Voltigierer. Alice Layher gewann am 15. August Gold im Einzel. Am selben Tag siegte die Gruppe „Team Norka“ im Wettbewerb der Teams. Am 19. August kam eine weitere Goldmedaille dazu: Heidmarie Dresing gewann mit Poesie 43 die Para-Dressur im Grade II.
In der Mannschaftswertung der Vielseitigkeit reichte es dagegen nur zu Silber. Die deutschen Titelverteidiger kamen auf 90,4 Minuspunkte und mussten sich Großbritannien mit 85,0 geschlagen geben. Bronze ging an die USA. Julia Krajewski, Vizeweltmeisterin von 2022, leistete sich mit Nickel einen Fehler und wurde 17. Malin Hansen-Hotopp kassierte auf Quidditch nur 1,2 Strafpunkte für eine Zeitüberschreitung und wurde Neunte. Libussa Lübbeke beendete ihre erste WM auf Rang 41, Einzelreiter Christoph Wahler auf Rang 16.
Entschieden ist die Heim-WM damit noch nicht. Die Wettbewerbe der Springreiter stehen nach Angaben der Sportschau am abschließenden Wochenende noch aus. Sie können den Abstand zwischen Deutschland und Großbritannien in beide Richtungen verschieben.