Der deutsche Männer-Doppelvierer hat am 1. August in Varese Gold gewonnen. Es ist der erste Europameistertitel in dieser Bootsklasse seit 13 Jahren. Marc Weber, Felix Heinrich, Jonas Gelsen und Ole Hohensee kontrollierten das Rennen von Beginn an und setzten sich vor Polen und Kroatien durch.

"Wir haben gesagt, wir fahren heute Vollgas los und werden schon nicht die Langsamsten auf den letzten 1.000 Metern sein. Und im Prinzip ist das aufgegangen", sagte Schlagmann Weber nach dem Sieg. Es sei "eines der schönsten" Rennen seiner Laufbahn gewesen.

Das erste deutsche Gold des Tages war da bereits gefallen. Jasmina Bier und Paul Umbach gewannen den Para-Mixed-Doppelzweier der Klasse PR2 knapp vor der Ukraine und verteidigten damit ihren Titel aus dem Vorjahr.

Zwei Mal Silber, einmal Bronze

Der neu zusammengestellte Frauen-Vierer ohne Steuerfrau kam hinter Großbritannien auf Platz zwei. Im Boot saßen Hannah Reif, Paula Hartmann, Annabelle Bachmann und Pia Greiten. Kurz darauf holte auch der Frauen-Doppelvierer Silber. Maren Völz vom Ruderclub Potsdam, Juliane Faralisch, Johanna Debus und Frauke Hundeling mussten sich der siegreichen Schweiz um 0,68 Sekunden geschlagen geben. Im Rudern entspricht das einer knappen Bootslänge.

Die fünfte Medaille steuerte der Männer-Vierer ohne Steuermann bei. René Schmela vom Berliner Ruder-Club, Jasper Angl, Benedict Eggeling und Mark Hinrichs fuhren hinter Großbritannien und Rumänien zu Bronze.

Bemerkenswert ist die Breite dieses Ergebnisses. Medaillen in fünf verschiedenen Bootsklassen an einem einzigen Finaltag, darunter im Para-Rudern, deuten auf einen Verband hin, der nicht nur von einzelnen Ausnahmeathleten getragen wird.

Einer davon sorgte ohnehin für die schnellste Zeit. Olympiasieger Oliver Zeidler stellte im Einer eine EM-Bestzeit auf und unterstrich damit seine Titelambitionen. Sein Finale stand am 2. August an, ebenso das des Deutschland-Achters mit dem Berliner Olaf Roggensack.