SpaceX' Starship hat seinen 13. Testflug mit unbeschädigter Oberstufe beendet. Am 24. Juli hob das riesige Fahrzeug – so hoch wie ein 40-stöckiges Gebäude – um 18:51 Uhr Ortszeit (US-Ostküste) vom Starbase-Gelände im Süden von Texas ab. Gut eine Stunde später setzte die Oberstufe sanft auf dem Indischen Ozean auf, kippte zur Seite und trieb an der Oberfläche.

"Das ist die sanfteste Wasserung, die wir je hatten", sagte SpaceX-Kommentator Dan Huot, während eine Drohne das im Wellengang schaukelnde Schiff filmte. In mehrfacher Hinsicht war es die sauberste Rückkehr der bislang leistungsstärksten Rakete der Welt.

Die weiche Landung war mehr als bloße Show. Weil das Fahrzeug heil blieb, erhielten die Ingenieure erstmals klare Aufnahmen eines Hitzeschilds, der die sengende Hitze des Wiedereintritts überstanden hatte – Daten, die für SpaceX' Ziel entscheidend sind, dasselbe Schiff immer wieder zu fliegen, statt es nach einem einzigen Einsatz zu verschrotten.

Es war erst der zweite Flug der neuen Version 3, nachdem ein Versuch im Mai mit einer misslungenen Wasserlandung der Trägerstufe geendet hatte. Diesmal trennte sich die Super-Heavy-Erststufe sauber ab, führte ein Wendemanöver aus und kehrte Richtung Golf von Mexiko zurück. Ihr Landeanflug stockte jedoch – nach Angaben von SpaceX zündeten nur fünf der erforderlichen Triebwerke –, und sie schlug härter als geplant auf dem Wasser auf. Die Oberstufe, jener Teil, der eines Tages Fracht oder Besatzung tragen soll, erfüllte dennoch die Hauptaufgabe des Flugs und setzte vor dem Abstieg eine Testladung von Starlink-Satelliten der nächsten Generation aus.

Jeder Flug ist ein Schritt in einer langen Testkampagne und kein fertiges Produkt; SpaceX ist es gewohnt, aus Hardware zu lernen, die nicht überlebt. Doch ein unversehrtes Schiff und ein auswertbarer Hitzeschild bringen das Programm näher an die vollständige Wiederverwendbarkeit – und an die Pläne der NASA, mit einer Starship-Variante noch in diesem Jahrzehnt Astronauten auf dem Mond zu landen, der erste bemannte Mondflug seit mehr als einem halben Jahrhundert.